WM 2010 im Sportschießen und Bayernbund
Weltmeisterschaft im Sportschießen 2010 in München
und
Bayernbund Rosenheim
Am vergangenen Freitag, 30. Juli 2010 wurde die 50. Weltmeisterschaft im Sportschießen auf dem Münchner Marienplatz feierlich eröffnet.
Bis zum 11. August werden auf der Olympia-Schießanlage in Garching-Hochbrück die weltbesten Schützinnen und Schützen in den 15 olympischen Wettbewerben sowie in mehreren nichtolympischen Disziplinen wie zum Beispiel Laufende Scheibe, Standard- und Zentralfeuerpistole oder auch in den Gewehrdisziplinen über 300 Meter an den Start gehen.
Für dieses Großereignis des Schießsports wurde die Anlage des Bayerischen Sportschüt-zenbundes im Norden der bayerischen Landeshauptstadt umfassend modernisiert. So wurde der Wurfscheibenstand völlig neu gebaut und auch in den anderen Bereichen wurde die Einrichtung saniert und auf den neuesten Stand gebracht. Der Bayerische Sportschützen-bund verfügt nun über die weltgrößte und modernste zivile Schießsportanlage der Welt. Weitere Informationen finden Sie im Internet, klicken Sie bitte hier www.wchmunich2010.com
Der feierliche Einzug der Sportnationen auf dem Münchner Marienplatz wurde umrahmt von einem bayerischen Unterhaltungsprogramm, an dem auch Musik- und Trachtengruppen aus dem Chiemgau mitwirkten. Die Hafenstoana Alphorn-bläser unter der Leitung von Donat Frey beeindruckten mit ihren einzigartigen, aus einem Fichtenstamm handgefertigten Instrumenten die Gäste aus den USA und Fernost. Die Musikkapelle Bernau und der GTEV „D’Staffelstoana“ Bernau zeigten mit einer Sternpolka und dem „Staffelstoaner Marsch“ ein Stück bayerischer Tradition. Auch der BSSB-Spielmannszug, die Aschauer Goaßlschnalzer und die Münchner Böllerschützen waren für viele Zuschauer eine völlig neue Erfahrung und werden lange in Erinnerung bleiben. Nach dem Eid der Athleten und der Kampfrichter sprach Jacques Rogge, der Präsident der Internationalen Olympischen Komitees, die feierlichen Eröffnungsworte.
Schon zuvor hatten die Delegierten des Schießsport-Weltverbandes ISSF Gelegenheit, bei einem Ausflug an den Chiemsee ein Stück wunderschöner bayerischer Landschaft kennenzulernen. Fast 70 internationale Gäste reisten von München nach Prien und wurden dort von Christian Glas, Vorsitzender des Bayernbundes Kreisverband Rosenheim herzlich willkommen geheißen. Mit der MS „Ludwig Fessler“ ging es über den See zur Herreninsel und mit Pferdekutschen komfortabel weiter zum Schloss des Märchenkönigs Ludwig II. Die Schießsport-Funktionäre waren beeindruckt und begeistert von den Dimensionen und der prunkvollen Ausstattung des Prachtbaus. Nur die Einschätzungen über das Alter des Bauwerks gingen doch stark auseinander – von „historisch!“ (Aussage der amerikanischen Gäste) bis zu „Die Pyramiden sind 7000 Jahre älter!“ (die Meinung der ägyptischen Delegierten).
Die illustre Gruppe stärkte sich bei einem bayerischen Mittagessen im Gasthaus „Zur Linde“ auf der Fraueninsel und durfte anschließend in einer von Christian Glas, Vorsitzender des Bayernbundes Kreisverband Rosenheim organisierten Führung das Benediktinerinnenkloster besichtigen. Ganz besonders angetan waren die Gäste von Schwester Scholastika, die sehr humorvoll und in mehreren Sprachen vom Klosterleben berichtete. Der berühmte Klosterlikör veranlasste einige Gäste zu größeren Einkäufen im Klosterladen.
Zum Abschluss des Ausflugs präsentierte sich der Chiemsee noch einmal von seiner besten Seite: die Sonne strahlte vom bayerisch-blauen Himmel und das Bergpanorama hätte schöner nicht sein können. Bei diesem glanzvollen Auftakt kann das sportliche Großereignis nur ein Erfolg werden!
Text und Foto Julia Gebhard
Bayerischer Sportschützenbund
Bearbeitung für Internet: Alfred Dickert

Eberhard Schuhmann, Bernau am 07.08.2010 um 12:12:25 Uhr
Die Weltmeisterschaft im Sportschießen, auf unserer eigenen und weltweit größten zivilen Schießsportanlagen der Welt, war für mich sehr beeindruckend. Leider waren die "Stockerlplätze" für unser deutschen Teilnehmer nicht so überwältigend. Aber die Sportler aus über 100 Nationen und auch teils die Betreuer, gaben ein buntes Bild ab und zeigten, was den Sport so wichtig macht: Ungeachtet politischer Spannungen ihrer Heimatländer sprachen, fachsimpelten und lachten sie untereinander, verständigten sich teils mit Händen und Füßen und demonstierten, daß Sport völkerverbindend ist. Bei den Wettkämpfen selbst war es immer wieder schön, wir konzentriert, mit welcher Anspannung und mit wieviel Gefühlsregungen die Sportler - vor allem die Jugend - ihre Serien schoss.
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