Bayernbundes KV Rosenheim besucht Technisches Museum BGS Rosenheim e.V.

12.11.2019

Eine große Anzahl von Mitgliedern und Freunden des Bayernbundes Rosenheim besuchte das Technische Museum BGS (Bundesgrenzschutz) Rosenheim e.V. am Kapellenweg in Rosenheim.

Michael Kunz begrüßte die Teilnehmer mit den Worten: Wir vom „Technischen Museum BGS-Rosenheim“ sammeln, bewahren und stellen technische Exponate des Bundesgrenzschutzes von 1951 bis heute aus. Dargestellt werden vor allem das Fernmeldewesen, Kraftfahrwesen, Pionierwesen mit der jeweils zugehörigen Fachlogistik. Auch die ärztliche Betreuung, Waffensysteme, historische Ereignisse, Bekleidung, persönliche Ausstattung, Unterkünfte  werden museal dargestellt.

Michael Kunz ging auch kurz auf die Gründung des BGS in 1951 bis zu den heutigen Aufgabenbereichen der Bundespolizeiinspektion Rosenheim ein. Dazu gehören nach wie vor Schutz der Bahn, Luftsicherheit, internationale Aufgaben, Sicherheit Gewässer wie Seen und Flüsse, Schutz für Objekte des Bundes, polizeiliche Aufgaben im Notstands- und Verteidigungsfall, Kriminalitätsbekämpfung und die Grenzkontrollen, insbesondere durch den rasanten Anstieg von Flüchtlingen. Dabei sind im Schichtdienst Angehörige der Bundespolizei aus allen Bundesländern in unserer Region tätigt.

Neben den Exponaten uniformierter Schaufensterpuppen, Bekleidung für Grenzschutzbeamten bei der Olympiade 1972, Kradmeldern konnten beste erhaltene Anlagen und Geräte für das Meldewesen betrachtet werden. Von großem Interesse waren ebenso die Motorräder u.a. eine BMW 250 R 27 oder eine Hercules 125 mit den vielen Werkzeugen für Reparatur von Getrieben, Motoren und Fahrgestelle. Insgesamt sind über 30 Fahrzeuge vom Kraftrad bis zum geschützten Sonderwagen ausgestellt.

Eine große Begeisterung kam bei den Besuchern auf als ehemalige gepanzerte Fahrzeuge und Versorgungs- und Mannschaftwagen gezeigt wurden. Für Kenner ein Genuss wie ein Hanomag AL 28 oder ein VW 181 als Kurierwagen.

Ein Höhepunkt war auch ein außergewöhnliches Exponat, ein Modell der Altar-Insel mit 160 m Durchmesser und einer Höhe von 9 m für den Eucharistischen Welt-Kongresses des Jahres 1960 auf der Theresienwiese München, gefertigt von Werner Limmer und weiteren BGS-Kameraden.

Auch der Bereich Pioniere oder Technischer Einsatzdienst begeisterte die Besucher. Es gibt Pioniere schon seit etwa 250 Jahren. Schon im Altertum fiel den Vorläufern der Pioniere die Durchführung aller erforderlichen Baumaßnahmen für eine militärische oder polizeiliche Maßnahme zu. In erster Linie waren dies das Anlegen von Befestigungen, das Überwinden von Gewässern aller Art sowie das Mitwirken bei der Erstürmung von befestigten Städten und Lagern. Mit dieser Abteilung bewältigt der BGS, der 2005 in Bundespolizei umbenannt wurde heute noch vielfältige Aufgaben, wie technische Unterstützung für polizeiliche Einsätze im Vordergrund,  Einsatz bei Katastrophen,  Wege –und Brückenbau und vieles mehr.

Mit einer Widmung von unserem Vorstand Sepp Höfer im Gästebuch, die alle Teilnehmer unterzeichneten, verabschiedeten sich unsere Damen und Herren mit vielen interessanten Eindrücken von den ehrenamtlichen Museumsvertretern. Abschließend wurde beim gemeinsamen Mittagessen im Gasthof Höhensteiger noch ausgiebig der Besuch diskutiert.

Text: Kurt Franz
Bilder: Karl-Heinz Pohlmann, Kurt Franz

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