Heimat – Bayern, Heimat – Stadt- und Landkreis Rosenheim

14.11.2013

Auseinandersetzung mit Heimatbegriff

Bayernbund lud zu Podiumsdiskussion ein

 

Viele interessierte Zuhörer fanden sich zur Diskussion zum Thema “Heimat Bayern – Heimat Stadt und Landkreis Rosenheim” ein, die der Bayernbund im Gasthaus Höhensteiger in Westerndorf St, Peter veranstaltete.

Moderator war der Kreisvorsitzende des Bayernbundes Rosenheim, Christian Glas.

 

Landesvorsitzender Adolf Dinglreiter definierte in seinem Eingangsstatement den Heimatbegriff aus seiner Sicht. Heimat ist für ihn .der Inbegriff von: Nähe, Überschaubarkeit, Vertrautheit und Geborgenheit. Heimatliebe verträgt sich aber durchaus mit unbefangener Weltoffenheit”, betonte Dinglreiter. Ohne einen “Werte-Kompass” ist eine heimatorientierte Zukunftsgestaltung seiner Meinung nach eher nicht möglich. Dazu gehören für ihn die tiefe Verwurzelung -in der christlich-abendländischen Wertetradition, das Brauchtum, die Geschichte und die lebendige,Kultur.

Heimat werde nicht von den Zeiten überholt, noch. verflüssige sie sich. Sie hemme auch nicht den Fortschritt, so Dinglreiter.

Für Max Bertl beginnt seine Heimat in der Familie und, zieht sich weiter über Ort, Stadt und Land. Für ihn ist Heimat die “erlebte tägliche Wirklichkeit”. Domkapitular Josef Obermaier spürt Heimat, wenn er, von München kommend, in die Rosenheimer Senke einfährt. “Dann bin ich daheim”. Je länger er weg sei, umso mehr ziehe es ihn wieder “in meine, Heimat”. Für die ehemalige Landtagsabgeordnete Annemarie

Für Annemarie Biechl “ist Heimat wie ein Mosaik”. Viel Schönes wie Familie, Landschaft, Sprache oder Arbeit müssten zusammenkommen, und auch der .letzte Stein müsse passen.

Ähnlich denkt auch ihr Nachfolger Otto Lederer, der in der Heimat Haus, Ort, Menschen, Landschaft, Geschichte und Kultur sieht. “Wenn wir die Heimat vermissen, dann tut es weh, dann haben wir Heimweh”, weiß Lederer.

CSU-Landrats-Kandidat Wolfgang Berthaler erkennt in der Heimat die Vertrautheit, wo man lebt und wo die Familie ist.

 

Nach diesen Statements der Podiumsmitglieder karnen die Besucher zu Wort. Es entwickelte sich eine intensive und teils konträre Diskussion um den Begriff Heimat.

Fast schon selbstverständlich ist für den stellvertretenden Landrat Dieter Kannengießer seine Heimat. Er fühlt sich in seinem Lebensraum einfach nur wohl. Pragmatisch ist der Ansatz des Arneranger Bürgermeisters August Voit. Für ihn ist Heimat “da, wos mir taugt”.

Geschäftsführerin Christina Pfaffinger vom Tourismusverband Chiemsee-Alpenland sieht die Gefahr, dass der Begriff Heimat zu einem “inflationären Marketing-Begriff” wird, der in Medien und Werbung, aber auch im alltäglichen Sprachgebrauch einfach und ohne Emotionen verwendet wird.

 

Angesprochen auf das neu geschaffene Heimatministerium der bayerischen Staatsregierung, kehrte Lederer seine Gedanken emotional dazu nach außen.. “Wie kann der Freistaat das Land so in die, Zukunft führen, dass es auch in 20 bis 30 Jahren noch Heimat ist?“ Dabei dürfen seiner Meinung nach Stadt und Land unter einer “Käseglocke” stehen, sondern sie müssen sich vernünftig weiterentwickeln.

 

Nicht immer waren die Beiträge frei von Polemik. Allein durch die teils sehr, emotional geführte Diskussion zeigte sich, wie sehr das Thema Heimat die Menschen in der Region beschäftigt und wie sehr damit auch Wahlkampf und Meinung gemacht oder manipuliert werden kann. So mancher Zuhörer ging jedenfalls sehr nachdenklich nach Hause.

 

Text:    Hofmann, OVB

Fotos:  Katrin. M. Röber, B. A.

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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