Jahreshauptversammlung des Kreisverbands in Törwang

16.03.2018

Samerberg (hö) – „Mäßig und gemäßigt über Bayern hinausschauen“ – gemäß diesem Grundsatz hat sich der Bayernbund im Kreisverband Rosenheim vorgenommen, zusätzlich zu den Kernthemen im eigenen Land auch über die weiß-blauen Grenzpfähle seinem Auftrag gerecht zu werden. Wie Kreisvorsitzender Christian Glas bei der Mitgliederversammlung im Gasthaus „Zum Entenwirt“ informierte, gehörten Studienfahrten nach Berlin (mit Internationaler Grünen Woche) sowie zur UNO nach Wien zu den bisherigen Außen-Aktivitäten. In enger Abstimmung mit dem Tourismusverband Chiemsee-Alpenland, mit den Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner und Otto Lederer sowie mit dem Landesverband ist als nächstes Ziel geplant, bei der UNO in Wien im Rahmen einer mehrtägigen Vollversammlung den vielen Gästen aus aller Welt das Land Bayern und davon ganz besonders den Landkreis Rosenheim zu präsentieren.

Bei all den reiseintensiven Vorhaben bleibt das Wichtigste in Bayern. Hauptziele des Bayernbundes sind der Erhalt bayerischer Kultur und Lebensart, die Förderung des Geschichtsbewusstseins, die Bewahrung der christlich-abendländischen Tradition, der Erhalt der Dialekte, die Unterstützung der Heimatpflege, des Brauchtums sowie des Landschafts- und Naturschutzes. All dies wurde bei den mit Bildern verstärkten Berichten des Vorsitzenden, von den Stellvertretetenden Kreisvorsitzenden Norbert Zehrer und Sepp Höfer (zugleich Schatzmeister  bei dessen 21. Jahresbericht) deutlich bestätigt. Schwerpunkte im Jahr 2017 waren unter anderem das Projekt „Freude an der Mundart“ mit Dr. Helmut Wittmann, die Heimatpreisverleihung an den Bayernbund durch den bisherigen bayerischen Heimatminister Dr. Markus Söder, die Unterstützung der Bairisch-Tirolerischen Wallfahrt nach Sachrang sowie das Tassilofest auf der Fraueninsel. Dort übergab der Bayernbund-Kreisverband Rosenheim dem Freundeskreis zur Förderung des Klosters von Frauenwörth eine Spende in Höhe von 4.300 Euro zugunsten der Erneuerung der Besucher-Sitzplätze in der neuen Chorkapelle. Auch die Teilnahme beim Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer Tirol in Kufstein diente eigenen und gut-nachbarschaftlichen Zielen. Landesvorsitzender Sebastian Friesinger dankte dem besonders rührigen und mit 685 Mitgliedern größten Kreisverband in Bayern für seine vorbildlichen Aktivitäten und er gab bekannt, dass auf Landesebene ein eigener Medienrat seine Arbeit aufgenommen hat. Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner sagte in seinem Grußwort: „Am Tag als Markus Söder zum bayerischen Ministerpräsidenten gewählt worden ist, passt es, dass man den Bayernbund als das Herz der bayerischen Heimatpflege nennt“. Lobend erwähnt wurde noch von der Mitgliederversammlung, dass eine eigene Jugend-Organisation ins Leben gerufen worden ist. Zur bayerischen Geschichte, die heuer unter anderem „100 Jahre Ende des Ersten Weltkriegs“ besondere Jubiläen bietet, wird es im Laufe des Jahres viele Möglichkeiten geben, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Ein besonders spannendes Kapitel erläuterte zum Abschluss der Versammlung Simon Hausstetter aus Rohrdorf mit dem Vortrag „Die ersten fünf Jahre nach dem I. Weltkrieg“. Hausstetter, der Latein und Griechisch studierte und sich intensiv mit der Geschichte in seiner Heimat auseinandersetzte, erläuterte an Personen-Beispielen wie die fünf Jahre des Umbruchs von 1918 bis 1923 die Basis waren für das darauf folgende dunkelste Kapitel in der deutschen Geschichte. Der nächste Geschichts-Vortrag des Bayernbundes ist am Samstag, 14. April um 10.30 Uhr im Schlosshotel Herrenchiemsee von Prof. Dr. Manfred Treml aus Rosenheim, er referiert zum Jubiläumsjahr 2018 mit dem Thema „200 Jahre Bayerische Verfassung und 100 Jahre Freistaat Bayern“.

Text:: Toni Hötzelsperger
Bilder: Toni Hötzelsperger und Norbert Zehrer

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